James Douglas
James Douglas , 53, republikanischer Gouverneur des US-Staats Vermont, möchte seinen Schreibtisch von nackter Symbolik befreit wissen. Im Zuge der Restaurierung des Vermonter Kapitols war dem Republikaner eine Lampe auf den Schreibtisch gestellt worden, deren Fuß einer berühmten Statue aus dem 19. Jahrhundert nachgebildet ist. Das Original, eine Skulptur aus dem Jahr 1843, trägt den Titel »The Greek Slave« und war ein Symbol für die sehr viel später durchgesetzte Abschaffung der Sklaverei. Die dargestellte Frau trägt einen Haarknoten, ihre Augen sind niedergeschlagen, eine Kette umschlingt ihre Handgelenke, die Tunika ist zu Boden gerutscht - sie ist nackt. In Kunsthistorikerkreisen gilt die Statue als wunderschön. Douglas habe nichts gegen die Kunst, beeilte sich ein Sprecher zu versichern, aber es sei »offen gesagt schwierig, einem Drittklässler zu erklären, was eine nackte griechische Sklavin auf dem Schreibtisch des Gouverneurs zu suchen hat«. Die Lampe wird zu Beginn der neuen Sitzungsperiode, Anfang Januar, wo dann auch wieder viele Besuchergruppen durch die Räume des Kapitols ziehen, aus dem Büro des Gouverneurs entfernt.