James liebte Sophie - DER SPIEGEL
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SILVESTER James liebte Sophie

Kameramann Frank Banuscher, 69, enthüllt die letzten Geheimnisse des TV-Sketches »Dinner for One«, der 1963 im Studio B des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Hamburg-Lokstedt aufgezeichnet wurde.
• aus DER SPIEGEL 1/2002
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SPIEGEL: In »Dinner for One« muss Butler James ja laufend trinken. Was war denn in den Gläsern drin?

Banuscher: Das hat mich auch interessiert, deshalb habe ich bei der Aufzeichnung aus einem Glas getrunken. Das war nur verdünnter Apfelsaft, in der Blumenvase war richtiges Wasser. Nach Drehschluss trank Freddie Frinton mit Vorliebe Tee.

SPIEGEL: Und das Essen? Gab es Fisch?

Banuscher: Nein, aber Hühnchen hatte die Requisite schon besorgt. Die beiden Darsteller hatten ansonsten das meiste selbst mitgebracht - einschließlich des Tigerfells.

SPIEGEL: Der angetütelte Butler stolpert schließlich so heftig über den Tigerkopf, dass der Teller aus dem Bild fliegt. Wo landete er?

Banuscher: Der wurde entweder aufgefangen oder war aus Blech und flog in die Kulissen. Aber die beiden Schauspieler waren Profis, jeder Griff saß.

SPIEGEL: Und was passierte, nachdem Miss Sophie mit Butler James - same procedure as last year - über die Treppe entschwand?

Banuscher: Einmal sah ich, wie Freddie Frinton seiner Partnerin May Warden zärtlich über den Rücken streichelte. Sie war eine coole, sehr nette Engländerin, keineswegs eine 90-jährige Oma. Sie sagte zu Freddie nur: »Freddie, stop it - I like it.«

SPIEGEL: Hatten die beiden im richtigen Leben etwas miteinander?

Banuscher: Definitiv. Sie waren ständig zusammen auf Tournee und verhielten sich wie ein Paar. Sie waren beide etwa in den Fünfzigern, und sie war eine sehr attraktive Frau.

SPIEGEL: Wie lange wurde damals gedreht?

Banuscher: Drei Tage. Abends saßen wir in der Kantine zusammen mit dem Studiopublikum, das aus NDR-Mitarbeitern bestand. Heute erkennen einige noch ihr eigenes Lachen bei den Sendungen.

SPIEGEL: Schade nur, dass Sie als Erster Kameramann nicht im Abspann erwähnt werden.

Banuscher: Ein bisschen ärgert es mich auch, das wurde glatt vergessen. Aber was zählt, ist die Qualität.

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