Japan - DER SPIEGEL
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• aus DER SPIEGEL 18/2011
Buse an der Sperrzone von Fukushima
Buse an der Sperrzone von Fukushima

Buse an der Sperrzone von Fukushima

Foto: JAMES WHITLOW DELANO / AGENTUR FOCUS / Der Spiegel
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Es sind rund tausend Männer, die das havarierte Kernkraftwerk Fukushima retten sollen - und weil sie auf dem radioaktiv verseuchten Gelände ihr Leben riskieren, werden sie in Japan als Nationalhelden gefeiert. Als SPIEGEL-Reporter Uwe Buse, 48, mit den »Atom-Samurai« über ihre Arbeitsbedingungen und die Angst vor dem Strahlentod sprechen wollte, hätte die Betreiberfirma Tepco seine Nachforschungen am liebsten verhindert: nein, keine Kontakte zu unseren Leuten. Eine Woche dauerte es, bis Buse einige Männer fand. Sie berichteten unter anderem, dass ihre Firma einen Strahlenwert von 15 Millisievert pro Mann und Tag für akzeptabel halte. In Deutschland, so Buse, liege der Grenzwert für Menschen, die sich aus beruflichen Gründen erhöhter Strahlung aussetzen müssen, bei 20 Millisievert - pro Jahr. Dass die Firma Tepco seine Recherche nicht unterstützte, wundert Buse nicht: »Nachdem die Manager die Kontrolle über die Reaktoren verloren haben, wollen sie wenigstens die Nachrichtenlage steuern« (Seite 54).

Ein »Lebensthema von der Seele schreiben« wollte sich SPIEGEL-Autor Matthias Matussek, 57, mit seinem Buch »Das katholische Abenteuer - Eine Provokation«. Der streitbare Katholik beleuchtet die Konflikte zwischen Christentum und Islam, aber auch die Rolle des Papstes. Matussek bekennt sich in den Debatten um die Aufhebung des Zölibats und um das Priesteramt für Frauen zum Status quo: Die Kirche müsse »mutig zu ihren Traditionen stehen«. Das Buch erscheint am 9. Mai, ein Vorabdruck steht in diesem Heft (Seite 136).

Die Schulzeit stellt Kinder wie Eltern vor große Herausforderungen: Ist eine staatliche Schule die richtige oder eher eine private nach dem Waldorf- oder Montessori-Modell? Was spricht für eine Gesamtschule, was für eine Realschule oder ein Gymnasium? Im neuen SPIEGEL WISSEN »Leben lernen - Was Schule heute leisten muss« bieten Redakteure, Erziehungswissenschaftler und Psychologen Orientierung. Das Heft erscheint am Dienstag und kostet 7,50 Euro.

In seinem Londoner Büro am Soho Square roch es nach Räucherstäbchen, und als Paul McCartney, 68, sich mit Pilzkopffrisur den Fragen von SPIEGEL-Redakteur Philipp Oehmke, 36, stellte, begann eine Zeitreise in die schönsten Jahre des Rock'n'Roll. Stolz zeigte der Ex-Beatle einen Bildband mit Fotos aus seinem Archiv, die seine 1998 verstorbene Frau Linda aufgenommen hatte. Ob Eric Clapton und Jim Morrison, ob Jimi Hendrix, die Stones oder die Beatles: Linda Eastman hatte schon vor ihrer Heirat mit McCartney Zugang zu den Größen des Genres. Im SPIEGEL-Gespräch erzählt der Musiker von den wilden Jahren vor seiner Ehe und der Depression, in die er nach dem Ende der Beatles gefallen sei. Ein Bedürfnis war es McCartney, seinen Gast mit Deutschkenntnissen zu beeindrucken, die er einst in Hamburg erworben hatte. Ebenso begeistert wie laut las er aus einer SPIEGEL-Titelgeschichte (21/2010) über die Beatles vor. Oehmke applaudierte höflich, auch wenn McCartneys Vortrag »ziemlich schwer zu verstehen war« (Seite 126).

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