Jean-Pierre Mocky,
60, Filmregisseur in Frankreich, bekam per Gerichtsbeschluß bestätigt, daß die Abbildung eines kindlichen Engels mit eregiertem Glied das öffentliche »Schamgefühl nicht ernsthaft verletzen muß«. Mit dieser Entscheidung gab die Vizepräsidentin am Tribunal de Paris, Marie-Claude Domb, dem Regisseur recht und verpflichtete die Pariser Verkehrsgesellschaft RATP, ab sofort 260 Werbeplakate (Foto) für Mockys jüngsten Film ("Il gele en enfer« - »Es friert in der Hölle") in den Metro-Gängen anzuschlagen. Die RATP hatte das Engel-Plakat abgelehnt mit der Begründung, es verletze den »Anstand«. Dagegen urteilte die Richterin, die »Darstellung spielender Kinder, unerwartet verbunden mit frühreifer und kraftvoller Männlichkeit«, könne zwar schockieren, aber auch schmunzeln lassen.