Jiddisch
entwickelte sich aus dem Mittelhochdeutschen. Nachdem das Laterankonzil von 1215 die Juden in eigene Gettos zwang, vermischte sich deren Deutsch mit Elementen aus dem Hebräischen. Als dann später Tausende mitteleuropäischer Juden vor christlicher Verfolgung in den Osten flohen, bewahrten sie sich in geschlossenen Siedlungen in Polen und Westrußland ihr Jiddisch. »Der Grundstock der Sprache war nach wie vor Deutsch. Der Geist, die Form, die Seele, der Klang führten ... ein ostjüdisches Eigenleben« (so die Publizistin Salcia Landmann). Fur Salcia Landmann beginnt der Untergang des Jiddischen schon vor Hitlers Judenvernichtung. Denn in der Sowjet-Union unterdrückte die Regierung die Sprache, Amerikas Juden gaben sie freiwillig auf, die nach Palästina ausgewanderten Juden zogen Hebräisch als Staatssprache vor.