Jochen Grabler,
30, Wahlkampfleiter der Bremer Grünen für die Bürgerschaftswahl am 29. September, kann einen ersten strategischen Erfolg verbuchen: Ein Plakat seiner Partei wurde zum Verkaufs- und Lachschlager. Unter Anspielung auf die äußere Ähnlichkeit der beiden Bürgermeisterkandidaten Klaus Wedemeier (SPD) und Ulrich Nölle (CDU) ist in den Straßen Bremens rot-weiß auf schwarz zu lesen: »Wedemeier/Wedenölle/Nöllemeier/ Nödeldödel« . Selbst die »feinere Gesellschaft« der Hansestadt, sogar »Oberschulräte und Gewerkschaftler« erwerben laut Grabler das Plakat zum häuslichen Gebrauch: »Das wird gut verkauft.« Die Annoncen der Spitzenkandidatin Helga Trüpel-Rüdel wurden in Bremen allerdings als unfreiwilliger, wenn auch vielbelachter Gag empfunden statt als »scharfe Waffe der Selbstironie« (Grabler). Die grüne Politikerin wirbt für sich mit dem Spruch: »Lieber Trüpel-Rüdel als Nödeldödel«.