Joschka Fischer
Joschka Fischer, 53, Bundesaußenminister, musste auf seiner Tour durch Zentralasien und nach China letzte Woche gleich zweimal technische Tücken verkraften. Während des Treffens der europäischen und asiatischen Außenminister (ASEM) am vergangenen Freitag in Peking streikte zeitweise die Übertragungsanlage der Dolmetscher. Diese Panne nahm Fischer recht gelassen hin; er war ohnehin nicht auf der Rednerliste. Schlimmer waren die TV-Empfangsschwierigkeiten im usbekischen Samarkand. Dort wollte der Außenamtschef nachts das Finale der Champions League zwischen Bayern München und dem FC Valencia sehen. Doch niemandem gelang es, den Sender zu finden und das Spiel auf den Bildschirm in der Lobby des Hotels Afrosyob zu bringen. Kaum in Peking angekommen, verlangte Fischer von den verblüfften Diplomaten einen ausführlichen Spielbericht, den diese aus dem Internet herunterladen mussten. Der fußballbegeisterte Außenminister kalauerte gut gelaunt: »Von Dschingis Khan zu Olli Kahn.«