Joschka Fischer
Joschka Fischer , 55, Außenminister, behielt die Nerven, als seine gepanzerte Limousine am vergangenen Dienstag auf der Fahrt von Jerusalem nach Tel Aviv gewaltig ins Schleudern kam; nach einem lauten Knall, der sich wie ein Schuss anhörte, brach der gepanzerte Volvo aus. »Nicht schon wieder«, stöhnte der mitfahrende deutsche Botschafter Rudolf Dreßler, der vor sechs Jahren bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. Dem Fahrer gelang es, ohne Crash zu stoppen. Dutzende Sicherheitsleute aus der begleitenden Kolonne schirmten den Ministerwagen ab, während andere sich auf die Suche nach dem Schützen machten und Fischer gelassen mit seinen Leuten in Berlin telefonierte. Als sich herausstellte, dass die ganze Aufregung von einem geplatzten Reifen ausgelöst worden war, musste die Weiterfahrt geregelt werden: Dreßlers gepanzerter BMW stand noch in einer Werkstatt, weil das von Fischer in seiner Regierungsmaschine für die defekte Diplomatenkarosse mitgebrachte Ersatzteil noch nicht montiert war. Blieb nur noch ein gepanzerter Geländewagen der israelischen Regierung, der Fischer mit rustikalem Komfort ans Ziel brachte.