Josef Ackermann, - DER SPIEGEL
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Josef Ackermann,

• aus DER SPIEGEL 49/1996
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48, seit 1. November Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, brach mit einer Tradition des Hauses. Seit der langjährige Vorstandssprecher und Ehrenvorsitzende der Deutschen Bank, Hermann Josef Abs, im Februar 1994 gestorben ist, war dessen Bürotrakt im 29. Stock der Frankfurter Bankzentrale verwaist. Keiner der Vorstände wollte in die holzgetäfelten Räume einziehen, obwohl diese mehr Platz als selbst das Büro von Vorstandssprecher Hilmar Kopper bieten. Der Schweizer Ackermann, ein Obrist der Reserve, zeigte weniger Scheu vor der Vergangenheit des Raumes, in dem Abs noch lange nach seiner Pensionierung von seinem englischen Schreibtisch aus über die Karrieren des Führungspersonals entschied. Da in den Vorstandsetagen des 30. bis 32. Stocks kein Platz mehr war, zog der ehemalige Chef der Schweizerischen Kreditanstalt bei Abs ein. Der Kunstliebhaber Ackermann wird bedauern, daß die Erben des legendären Bankiers dessen Bildersammlung aus dem Mittelalter bereits abtransportiert haben. Abs schätzte vor allem ein Memento-mori-Gemälde von Jacob von Utrecht. »Wenn ich Revue passieren lasse, wer alles mir gegenüber gesessen hat«, sagte der Altmeister der Sottise gern, »so war oft die Abirrung von dessen Betrachtung auf das Bild ein Trost.«

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