Jürgen Möllemann
Jürgen Möllemann, 53, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der nordrheinwestfälischen FDP, hat mit den geplanten Höhepunkten für seinen Landtagswahlkampf bislang wenig Glück. Nach heftigen Protesten musste er im Januar ein Plakat aus dem Verkehr ziehen, das unter anderem mit einem Hitler-Porträt auf den Bildungsnotstand aufmerksam machen sollte. Jetzt will ein anderes Spitzenereignis des Wahlkampfs dem Hobby-Fallschirmspringer nicht so recht gelingen: ein Absprung mit prominenter Beteiligung. FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle war jüngst am Wohnsitz Möllemanns auf einer Karnevalsveranstaltung, dem münsterischen »Tennengericht«, zu einer Ballonfahrt oder wahlweise zu einem Fallschirmabsprung verurteilt worden. Doch Luftikus Möllemann wartet noch immer auf Westerwelles Zusage. Auf Nachfrage reagiert das Büro Westerwelles hinhaltend. An einen Termin für den Sprung sei doch erst im Sommer gedacht, so der Sprecher des Generalsekretärs, Robin Mitra, also nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen. Und ob die Aktion dann stattfindet, sei auch ungeklärt, denn »Westerwelles Eltern haben bislang nicht zugestimmt«.