K-K-K-Frage - DER SPIEGEL
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Am Rande K-K-K-Frage

• aus DER SPIEGEL 19/2002
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

War's das schon, Ronald Schill? Zeigt die »Partei Rechtsstaatlicher Offensive« erste »Ermüdungs- und Zerfallserscheinungen«, wie eine Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung behauptet? Ist die kleine Partei sozusagen in den Wechseljahren? Dann hätte sie etwas mit ihren Hamburger Wählern gemein: Die sind nämlich laut Studie in der Regel männlich, über 45 Jahre alt und verfügen über einen niedrigen Schulabschluss. Die innere Sicherheit, die Hamburgs Zweiter Bürgermeister Schill so vollmundig erhöhen will, fehlt ihnen - bei Partei und Wählern klappt's also gleichermaßen nicht mehr so gut: Die Wähler kennen sich nach der Studie aus mit dem absteigenden Ast, und das letzte Umfrage-Hoch der einst potenten Partei ist auch schon länger her. Wo sind also die Meldungen, die nach oben zeigen? Natürlich in der »Bunten«, dem Zentralorgan für knallhart geführte Interviews: Dort darf der Parteivorsitzende Schill verkünden, er sei bei seinen politischen Überzeugungen kompromisslos, befürworte die freiwillige Kastration von Triebtätern und würde auch Kanzler werden wollen, wenn es nötig wäre. Damit hat er gleich drei K-Fragen beantwortet - doch eines würden die alternden Schill-Wähler wohl gern noch wissen: Wann, endlich, kommt der nächste Höhenflug?

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