Kannan Srinivasan
Kannan Srinivasan, 38, Technologie-Unternehmer in Kalifornien, half dem deutschen Generalkonsulat in San Francisco aus einiger Verlegenheit. Der Inder, der in Niedersachsen einen Stützpunkt zum Vertrieb von E-Commerce-Technologie aufgemacht hat, empfahl sich als Co-Sponsor für die »German Day Celebration« im deutschen Generalkonsulat. Das Sponsoring war dort hoch willkommen, seitdem die Botschaften und Konsulate nicht mehr in die Sondertöpfe des Außenministeriums greifen dürfen und Feierlichkeiten aus der eigenen Aufwandsentschädigung bezahlen müssen: »Unsere Einheitsfeier, zu der der Generalkonsul Sie heute einlädt«, verkündete ein Konsulatsreferent den Gästen, »ist gesponsert von einem sehr reichen Inder aus der Stadt, weil es dem Generalkonsul und seinem Etat nicht möglich ist, hier für eine Ausrichtung zu sorgen.« Aufgetischt wurde dann, sehr zur Verwunderung deutscher Gäste, von denen manche indische Spezialitäten erwartet hatten, Münchner Bier, Nürnberger Würstel aus der Dose und Sauerkraut - für Amerikaner allerdings teure Delikatessen.