Karsten Knolle, - DER SPIEGEL
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Artikel 119 / 123

Karsten Knolle,

• aus DER SPIEGEL 33/1993
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54, Landtagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt, fühlt sich um eine Reise nach Kambodscha geprellt. Der CDU-Politiker wollte seine Wehrübung, wie auch vom Verteidigungsministerium zunächst vorgeschlagen, als Presseoffizier beim deutschen Uno-Kontingent in Kambodscha absolvieren. Doch der Wehreifrige wurde jetzt, ungewöhnlich kurzfristig, zum Territorialkommando Ost nach Potsdam umdirigiert. Knolle, der deshalb beim Wehrbeauftragten Alfred Biehle bereits eine Beschwerde eingereicht hat, glaubt, daß das Außenministerium ihm trotz absolvierter Tropentests und Impfungen die exotische Tour vermasselt habe. Denn als Knolle zusammen mit einem Landtagskollegen in zwei spektakulären Fahrten Kinder aus Sarajevo evakuierte, bezeichnete das Kinkel-Ressort die Aktionen als »kriminell« und die beiden Politiker als »Polit-Hasardeure«. »Als krimineller Hasardeur«, so interpretiert Knolle seinen geplatzten Kambodscha-Einsatz, »darf man natürlich nicht bei den Blauhelmen Dienst tun.«

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