Kate Moss
Kate Moss, 26, britisches Model, tut es. Twiggy, 50, einstiges Schlankheitsidol der Hot-Pants-Ära, tut es - und noch viele andere Prominente wie die brasilianische Schönheit Gisele Bündchen, 19. Die nun tut es auf besonders suggestive Weise. Sie reckt, bei leicht geöffnetem Mund, ihre Brüs-te unter einem knappen T-Shirt, das den gepiercten Bauchnabel freilegt, dem Betrachter entgegen. Erst bei genauem Hinsehen sind die kleinen Buchstaben auf dem Hemdchen zu entziffern und damit die Botschaft, auf die es ankommt: »Breakthrough - Fashion Targets Breast Cancer«, etwa: »Durchbruch - Die Modewelt kümmert sich um Brustkrebs«. Die Kampagne der Stiftung Breakthrough, an der sich Supermodels, Redakteure von Modezeitschriften und Spitzendesigner beteiligen, ist ein großer Erfolg in Großbritannien. Die T-Shirts mit der gelb-weißen Zielscheibe kosten zwischen 30 und 50 Mark, wovon jeweils 15 Mark direkt an die britische Krebsforschung gehen. Jetzt melden sich, wie der »Guardian« beobachtet, die Kritiker und fragen, ob es »angemessen ist, mit keck-busigen Nymphchen das Bewusstsein für eine Krankheit zu schärfen, die genau diese fraulichen Formen verwüstet«. Delyth Morgan, Vorsitzende der Stiftung Breakthrough, ist dennoch gelassen. Jede Menge Post von »ganz gewöhnlichen Frauen« belege die Zustimmung zu der Aktion. Im Übrigen sei Breakthrough »keine politisch korrekte Wohlfahrtsorganisation«. Mit den Models erreiche »die Botschaft auch die Kids«.