»Kein erfreuliches Bild« - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 2 / 75

»Kein erfreuliches Bild«

• aus DER SPIEGEL 48/1975
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

»Im Frühsommer sind wir über den Berg.«

Zeitungsanzeige der Bundesregierung, 31. 12. 74

»Es geht darum, daß die gesamtwirtschaftliche Produktion 1975 wieder beschleunigt wächst und daß sich damit die Lage am Arbeitsmarkt im Jahresverlauf deutlich verbessert.«

.Jahreswirtschaftsbericht 1975 der Bundesregierung, 30. 1. 75

»Im Sommer werden wir über den Berg sein.«

Zeitungsanzeige der Bundesregierung, 11. 2. 75

»Die Ankurbelungsmaßnahmen zeigen bereits Wirkung.«

Bundesbank-Präsident Klasen, 14. 3. 75

»Ich sage seit vier Monaten, wir seien im Sommer über den Berg, und das ist auch heute noch meine Meinung.«

Bundeskanzler Schmidt, 24. 4. 75

»Die Erwartung, die Verbraucher würden ihre Zurückhaltung aufgeben und ihre Nachfrage könne zum Schrittmacher des Aufschwungs werden, hat sich noch nicht erfüllt.« Gemeinschaftsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute, 25. 4. 75 »Wir haben uns alle geirrt.«

Bundeskanzler Schmidt, 24. 6. 75 »Bei unseren letzten Prognosen waren wir zu optimistisch.«

Ifo-lnstitut, 24. 6. 75

»Ich fasse schon jetzt die Gefahr möglicher konjunktureller Übersteigerungen ins Auge.«

Bundeskanzler Schmidt, 25. 6. 75 »Des Kanzlers Sorge um das Ausmaß des nächsten Booms ist berechtigt ... aber leider nicht akut.«

Otto Wolff von Amerongen, 30. 6. 75 »Die Prognosen müssen revidiert werden.«

Norbert Kloten, Vorsitzender des Sachverständigenrates, 1. 6. 75 »Wir stehen gut da.«

Bundeskanzler Schmidt, 12. 6. 75 »Dies ist kein erfreuliches Bild.«

Bundeswirtschaftsminister Friderichs, 19. 6. 75

»Die Silberstreifen sind zwar noch blaß, aber, anders als die Konjunkturschwalben vom Jahresanfang, doch keine Fata Morgana in der Rezessionswüste.«

Staatssekretär Otto Schlecht, 5. 10. 75

Zur Ausgabe
Artikel 2 / 75