Kim Dae Jung - DER SPIEGEL
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Ausland Kim Dae Jung

• aus DER SPIEGEL 9/2000
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übernahm im Februar 1998 als erster Oppositionspolitiker das Amt des südkoreanischen Staatspräsidenten. Seine Wahl hatte er im vierten Anlauf auf dem Höhepunkt der Asienkrise gewonnen. Unter der koreanischen Militärdiktatur verbrachte Kim 16 Jahre in Haft, Hausarrest oder Exil. 1973 ließ Militärdiktator Park Chung Hee den geflüchteten Oppositionsführer in Tokio kidnappen. 1980 wurde er unter Park-Nachfolger Chun Doo Hwan wegen Umsturzversuchs zum Tode verurteilt und erst nach internationalem Protest zu lebenslänglicher Haft begnadigt. Kim, 74, ist für fünf Jahre als Präsident gewählt. Kritiker werfen ihm inzwischen vor, er mache sich mehr und mehr den imperialen Stil seiner autoritären Amtsvorgänger zu Eigen.

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