KITA-STREIK Kinder ausgesperrt
Die Kleinen freuen sich, dass sie einen Tag mit ihrer Mami verbringen können, die Mütter sind weniger begeistert. Denn eigentlich wollten sie ihre Kinder an diesem Tag in die Kita bringen. Doch die ist geschlossen: In sechs Bundesländern streiken die Kita-Beschäftigten für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld. In der folgenden Woche dehnen sich die Streiks auf weitere Bundesländer aus, nun ziehen die Erzieherinnen und Sozialarbeiter der kommunalen Kindertagesstätten auch in München, Stuttgart und Hamburg in Demonstrationszügen durch die Straßen. Offiziell fordern die Gewerkschaften Ver.di und GEW für die rund 220000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst einen tarifvertraglich geregelten Gesundheitsschutz, mit dem die körperliche Belastung durch Lärm, Bücken und das ständige Herumtragen der Kinder verringert werden soll. Doch in Wahrheit geht es vor allem ums Geld. Eine Erzieherin verdient nach einer vierjährigen Ausbildung gerade mal gut 2000 Euro. In der letzten Juliwoche einigen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf eine neue Entgelttabelle und einen besseren Gesundheitsschutz für Mitarbeiter in Kitas.