Klaus Müller
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DER SPIEGEL 23/1954
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Klaus Müller, 62, Oberbürgermeister von Augsburg, bekam von dem dort inzwischen aufgelösten amerikanischen Infanterie-Regiment 109 eine 19jährige Schimmelstute geschenkt. Sie hatte bei der deutschen Wehrmacht den letzten Krieg mitgemacht, bevor die Amerikaner sie als Maskott für 3000 Mark kauften, wozu damals jeder Soldat eine Mark beisteuerte. Nachdem Dr. Müller später »Ehrenmitglied« des Regiments geworden war, erhielt er auch einen Pferde-Anteilschein. Da er durch die Auflösung des Regiments der einzige in Europa noch vorhandene Besitzer eines solchen Scheines wurde, ging das Pferd im Rahmen einer Feier unter den Klängen des Regimentsmarsches in sein Eigentum über.