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Hausmitteilung Kongo / Titel / Formel 1

• aus DER SPIEGEL 17/2014
Mittelstaedt, de Mérode im Kongo
Mittelstaedt, de Mérode im Kongo

Mittelstaedt, de Mérode im Kongo

Foto: Orlando von Einsiedel
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Es ist ein verwegener Plan: Der Virunga-Nationalpark, in dem 200 der letzten Berggorillas leben, soll einer ganzen Region zu Wohlstand verhelfen - im drittärmsten Land der Welt, in dem Dutzende bewaffnete Gruppen die Bevölkerung seit zwei Jahrzehnten terrorisieren und der Staat sich so gut wie aufgelöst hat. Verfolgt wird dieser Plan von Emmanuel de Mérode, Direktor des Nationalparks im Osten des Kongo. Redakteurin Juliane von Mittelstaedt begleitete ihn auf einer Reise durch das Schutzgebiet, und de Mérode berichtete unter anderem von seiner derzeit größten Sorge: der Suche nach Öl im Nationalpark. Bei ihren Recherchen sprach die Redakteurin mit Zeugen, die das rücksichtslose Verhalten von Mitarbeitern der britischen Ölfirma Soco beschreiben. Am vergangenen Dienstag gab es einen Anschlag auf Emmanuel de Mérode: Er wurde von zwei Kugeln getroffen und kämpft jetzt um sein Leben (zum Artikel ).

Auf Spielplätzen, in Kindertagesstätten, im Wartezimmer eines Zentrums für künstliche Befruchtung begann Reporterin Katja Thimm ihre Recherche für die Titelgeschichte dieses Heftes, in der sie beschreibt, was die steigende Zahl später Elternschaften für das Leben der betroffenen Paare bedeutet und auch für die Gesellschaft. Thimm traf Frauen, die kurz vor ihrem 35. Geburtstag standen oder ihn schon lange hinter sich hatten, als sie ihr erstes Kind zur Welt brachten, »und diese Mütter wirkten auf mich trotz ihres eher fortgeschrittenen Alters ziemlich gelassen und gut gerüstet für die Herausforderungen des Elternseins«. Zu einem ähnlichen Urteil kommen auch Wissenschaftler, die »späte Eltern« als Forschungsobjekte entdeckt haben. Sie stellen fest, dass sich ein relativ hohes Alter der Eltern nicht negativ auf die Kinder auswirkt, sondern in mancher Hinsicht sogar positiv. Je gefestigter Mütter und Väter sich fühlten, desto stabiler seien das Wissen und die Werte, die sie vermitteln (zum Artikel ).

Eigentlich wollte Redakteur Detlef Hacke mit dem ehemaligen Formel-1-Rennfahrer Gerhard Berger ein Gespräch über Ayrton Senna führen, dessen Tod sich am 1. Mai zum 20. Mal jährt und mit dem Berger befreundet war. Senna ist der letzte Formel-1-Pilot, der im Rennauto starb, und im Gespräch sollte es um bessere Sicherheitsvorkehrungen in der Formel 1 gehen. Doch als Hacke Bergers Büro in Monte Carlo betrat, fiel ihm auf, dass der Österreicher seinen rechten Arm seltsam hielt. Es stellte sich heraus, dass Berger beim Skifahren gestürzt war und sich den Oberarm mehrfach gebrochen hatte. Es war ein Unfall, ähnlich wie der von Michael Schumacher, nur mit glimpflicherem Ausgang. Unter dem Eindruck des Sturzes sprach Berger nun nicht mehr über Sicherheitsmaßnahmen, sondern über Sennas Tod, das Unglück Michael Schumachers und über das eigene Glück, davongekommen zu sein (zum Artikel ).

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