KORRIDOR
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DER SPIEGEL 45/1961
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Zu den Vorschlägen der geschäftsführenden Bundesregierung in Sachen Berlin, die von Bonns Amerika-Botschafter Wilhelm Grewe dem US-Präsidenten Kennedy überbracht wurden, gehört auch der Plan, für den Berlin-Verkehr nach Westdeutschland statt der bisher benutzten vielfältigen Verbindungen durch die DDR jeweils einen »internationalen Strang« für den Auto-, Eisenbahn- und Schiffsverkehr zu schaffen, der unter einem Statut steht, das der Regelung von 1919 für den Nordostseekanal ähnelt. Danach hätte die DDR die Souveränität über die Verkehrswege, wäre aber vertraglich verpflichtet, jedermann frei passieren zu lassen.