Kritik vom Bundesanwalt - DER SPIEGEL
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RAF-AUSSTELLUNG Kritik vom Bundesanwalt

• aus DER SPIEGEL 34/2003
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Die Debatte um die geplante Berliner Ausstellung mit dem Arbeitstitel »Mythos RAF« reißt nicht ab. Nun meldet sich auch der ehemalige Bundesanwalt Werner Krüger zu Wort, der als Vertreter der obersten Anklagebehörde an den RAF-Ermittlungen in den Jahren 1974 bis 1984 beteiligt war. In einem Brief fordert Krüger den Präsidenten des Bundesrechnungshofes Dieter Engels auf, die Überweisung von 100 000 Euro an die Ausstellungsmacher zu überprüfen. Steuergelder in dieser Höhe für eine »so undefinierte Angelegenheit« auszugeben möge »einem Tabakkonzern gut zu Gesicht stehen«, so Krüger, »mit den Grundsätzen einer geordneten Haushaltsführung des Bundes« ließe sich das jedoch kaum vereinbaren. Er habe den Eindruck, »als ob hier nur den Vorstellungen aus dem Kreis der früheren RAF nachgegangen werden soll«. Kulturstaatsministerin Christina Weiss, die als Mitglied der Kommission des Hauptstadtkulturfonds die Überweisung im Januar mit bewilligte, hat ihrerseits bereits eine Überprüfung angeordnet.

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