Kundry - DER SPIEGEL
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SONNTAG 28.1. Kundry

11.00 - 12.00 Uhr Bayern III
• aus DER SPIEGEL 4/1996
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Als die »Parsifal«-Inszenierung des Ruth-Berghaus-Schülers Peter Konwitschny mit dem Debüt der Slowenin Marjana Lipovsek als Kundry im Sommer des vergangenen Jahres im Münchner Nationaltheater Premiere hatte, jubelte die Presse und tobte der konservative Teil des Publikums. Der Regisseur hatte das Erlösungsdrama aus dem Reich des Numinosen auf die Erde geholt und wollte zeigen, woran die Welt der Gralsritter leidet: am Verlust des Weiblichen. Dem Filmemacher Eckhart Schmidt gelingt mit diesem Report seinerseits das Kunststück, die Opernproduktion vom hagiographischen Waberdunst des Starkults zu befreien und zu zeigen, was das Musiktheater vor allem ist: knallharte Arbeit. Besonders beeindruckend ist die intensive Arbeit der Lipovsek mit dem Studienleiter Richard Trimborn, der mit ihr seit Jahren die Partien einübt. Da wird um Nuancen und Viertelnoten gerungen und den Intentionen Wagners wieder und wieder nachgespürt - Unsinn das Vorurteil, Sänger seien dumm. *VORSPANN:

23.15 - 0.30 Uhr ARD *ÜBERSCHRIFT:

»In Spanien wird man brauner«

Der Filmemacher Jean Boue hat über mehrere Monate zwei Familien beobachtet, eine bulgarische, die am Sonnenstrand eine Boutique betreibt, eine deutsche aus dem sächsischen Lichtenstein, die in dem einstigen Urlaubsparadies für DDR-Bürger Ferien macht. Für zwei Wochen befinden sich beide Familien gleichzeitig am selben Ort, mit unterschiedlichen Ängsten und Erwartungen. Sie gehen eine Beziehung miteinander ein, ohne es zu wissen.

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