LAUFMÄDCHEN - DER SPIEGEL
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Briefe

LAUFMÄDCHEN
• aus DER SPIEGEL 40/1962
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LAUFMÄDCHEN

Ihr Jutta-Heine-Titel ist - wie schon so viele Titelgeschichten - recht gut gelungen, liegt aber auch offenbar falsch. Denn die »blonde Jutta« hat in Belgrad nicht versagt, sie hat gar mit Dorothy Hyman abgerechnet.

München

JOSEPH DIETZ

Das Sympathischste an Ihrem Titelgeschichten-Rekordlangbein ist mir die Tatsache, daß die fähige Olympiazweite als Pennälerin in der Mathematik permanent unvermögend war. Hamburg

GUNTHER BETH

In einen bei Ihnen üblichen, neutralen Artikel für volksmedizinische Hilfsschüler hätten allgemeine Betrachtungen über »Mißerfolge von Sportlerinnen, welche auf ein biologisches Handikap zurückzuführen sind, dem Frauen periodisch unterliegen«, vielleicht hineingepaßt. In dem von Ihnen gebrachten Zusammenhang, in der von Ihnen gewählten Art und in persönlicher Verbindung mit dieser glänzenden Erscheinung, mit dieser hervorragenden, strahlenden Sportlerpersönlichkeit, sind die Auslassungen Ihres Schreibers eine Gemeinheit.

Dem Schreiber Ihres Artikels wünsche Ich, daß ein Supermann aus der flirtgeübten Umgebung von Jutta Heine ihn ausfindig macht und ihm den Artikel mit Nachdruck derart um seinen quasi-intellektuellen Papierkopf haut, daß ihm Hören und Sehen und gleichzeitig die Lust vergeht, in Zukunft solche Sprache in ihrer Zeitschrift zu führen.

Düren (Rheinld.)

DR. HANS CONTZEN

Ich hätte etwas mehr Taktgefühl gegenüber der weiblichen Physis erwartet.

Bremen

HERMANN KIRMSSE

Nur gut, daß Titelgirl Jutta nicht so geschmacklos und blutarm ist wie Ihr Artikel. Eine Verzögerungstablette für Ihren Sportredakteur!

Bonn

SEBASTIAN STÖTTER

Wenn schon das Staffel-Malheur der deutschen 4-mal-100-Meter-Frauen -Staffel durch Text und ein großes halbseitiges Bild gewürdigt wurde, so hätte auch eine Erwähnung verdient, daß der 10 -Meter-Vorsprung fast ausschließlich der zweiten Läuferin Käthe Krauf zu danken war. Es war eine der

wundervollsten

Szenen des Olympiafilms, als Käthe

Krauß nach Übernahme des Stabes die anderen Staffeln einfach stehen ließ.

Lübeck

DR. MEINT HARMS

So sehr wir Kollegen uns auch über die nette Formulierung von Jutta Heine: »Der schöne Erich« freuen, so möchten wir doch eigentlich nicht, daß unser Kollege Erich Fuchs nur unter diesem Aspekt und diesem Etikett in das Bewußtsein der Öffentlichkeit eingeht. Es mag die Leser des SPIEGEL interessieren zu erfahren, daß Herr Fuchs seit mehreren Jahren Dozent für Leibeserziehung an unserer Hochschule ist und hier junge. Lehrer ausbildet, daß er also nicht nur »schön«, sondern auch sehr tüchtig und energisch als akademischer Lehrer ist.

Kaiserslautern

PROF. DR. SCHLEGEL

Stellvertreter des Direktors

der Pädagogischen Hochschule

Sie sprechen davon, daß ich Fräulein Heine entdeckt hätte bzw. ihr zum 200 -Meter-Lauf geraten hätte. Im Bereiche des Sportlichen von »entdecken« zu sprechen, ist ohnedies problematisch, aber wenn man den Ausdruck schon gebraucht, dann soll er mit dem Namen verbunden werden, der dazu gehört: Meines Wissens hat Herr Schack zumindest bis 1959 mit Fräulein

Heine trainiert. Als DLV-Lehrkraft habe ich das Training der Sprinterinnen im Oktober 1959 übernommen. Aber auch diese Tätigkeit konnte und kann nur erfolgreich sein, wenn mit den Übungsleitern in den Vereinen ein guter Kontakt und eine klare Linie besteht.

Kaiserslautern

ERICH FUCHS

Heine-Titel

Fuchs

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