Hausmitteilung Layout
In den 50 Jahren seines Daseins ist es dem spiegel nicht allzuoft widerfahren, daß sein Aussehen verändert wurde. Aber natürlich ging sein Erscheinungsbild, wennschon behutsam, mit dem Wandel der Zeiten, und in dieser Woche ist es wieder einmal soweit: Das Blatt zeigt sich mit einer neuen Seitengestaltung, anderen Schriften und manchem dazu. Ein Jahr lang arbeitete der verantwortliche Grafiker Uwe Beyer an dem Konzept, darauf bedacht, »daß die spiegel-Optik in der kurzlebigen Welt des Printdesigns keinen modischen Trends zum Opfer fällt« und doch »für viele Jahre eine solide grafische Basis für künftige Entwicklungen bietet«. Es war eine Aufgabe, die Augenmaß verlangt - und Stehvermögen gegenüber der Chefredaktion, die sich einmischte und keineswegs alles beim Neuen ließ. Für die Schriften gewann Beyer den angesehenen niederländischen Typographen Lucas de Groot, der für das Blatt gleich eine ganze »Schriftenfamilie« entwarf. Und im übrigen wird fortan durchgehend vierfarbig gedruckt - was allerdings nicht heißen kann, daß die von manchen Leuten so geschätzten Schwarzweißfotos prinzipiell aus dem Heft verbannt sind. Schließlich wird der spiegel nun auf noch besserem Papier produziert, und auch hier gerät bei allem Fortkommen nichts unter die Räder: Die hohen Standards für die Umweltverträglichkeit bleiben gewahrt.