Leila Chalid
erlangte vor über 25 Jahren Berühmtheit als Covergirl der palästinensischen Revolution: Die attraktive Terroristin mit Kufija und Kalaschnikow wurde weltweit zur romantisch verklärten Symbolfigur der marxistischen »Volksfront zur Befreiung Palästinas« (PFLP), nachdem sie im August 1969 eine Boeing der US-Gesellschaft TWA in ihre Gewalt gebracht und nach Damaskus entführt hatte. Ein Jahr später wurde Chalid bei dem Versuch, eine Maschine der israelischen Fluglinie El Al zu kapern, in London festgenommen, kurz darauf aber durch eine erneute Geiselnahme freigepreßt. Die ehemalige Lehrerin, geboren 1944 in Haifa, war nach der Staatsgründung Israels mit ihren Eltern in den Libanon geflohen, besuchte dort die Amerikanische Universität von Beirut und schloß sich der PFLP an. Nach ihrer kurzen Karriere als Luftpiratin schrieb Chalid ihre Autobiographie ("Mein Volk soll leben") und bildete Guerrilla-Kämpfer aus. Jetzt plant die mit einem jordanischen Arzt verheiratete Mutter zweier 11 und 14 Jahre alter Söhne die Rückkehr in ihre Heimat.