Leo Blair - DER SPIEGEL
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Leo Blair

• aus DER SPIEGEL 49/2003
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Leo Blair , 3, Sohn des britischen Premiers Tony Blair, 50, stand vergangenen Montag im Mittelpunkt eines mittleren diplomatischen Ereignisses. Der französische Staatspräsident Jacques Chirac, 71, auf Stippvisite in London, hatte bei einem Pressetermin plötzlich stolz ein signiertes Foto präsentiert, auf dem Leo mit einer Kopfbedeckung spielt, die Ähnlichkeit mit einem Pilotenhelm hat. Chirac bedankte sich überschwänglich: »Der Premierminister gab mir ein von Leo selbst signiertes Foto mit Widmung. Das war eine sehr, sehr freundliche Geste, die ich sehr zu schätzen weiß.« Das Privatpräsent war wohl als symbolische Besiegelung eines neuen Friedens zwischen Frankreich und Großbritannien gedacht. Waren doch die französisch-britischen Beziehungen vor einem Jahr auf dem Tiefpunkt angelangt, als der französische Staatspräsident den britischen Premier mit der Frage herausforderte, wie er denn eine Invasion des Irak gegenüber seinem Sohn begründen würde. Von dieser Stichelei wollte Chirac nun nichts mehr wissen, er könne nicht »vorherbestimmen, was der Premierminister seinem Sohn, noch was sein Sohn ihm sagen wird«.

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