Leonid Breschnew - DER SPIEGEL
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PERSONALIEN Leonid Breschnew

• aus DER SPIEGEL 46/1981
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Leonid Breschnew, 74, sowjetischer Staats- und Parteichef, ließ das Bonner Außenministerium wissen, wie er die Nächte verbringt. Er benötige, wurde den deutschen Protokollbeamten von der Sowjet-Botschaft mitgeteilt, für seine Nachtruhe viele Kissen, weil er mehr sitzend als liegend zu schlafen pflege. Die Gewohnheit des KP-Chefs, der vom 22. bis 25. November die Bundesrepublik besucht, stand schon in der Breschnew-Akte des Ministeriums: Die Bonner mußten sich bei der letzten Visite des Russen vor dreieinhalb Jahren auf die Kissen-Wünsche des Gastes einstellen. Eine weitere Bitte aus Moskau wurde nicht erfüllt: Um längere Anfahrten zu vermeiden, wollte Breschnew statt im Schloß Gymnich kanzlernah im Palais Schaumburg oder gar im Kanzlerbungalow residieren. Nach diplomatischem Gerangel lehnte Bonn ab. Aus Angst vor sowjetischen Wanzen oder Richtmikrophonen und weil Schaumburg hätte umfangreich renoviert werden müssen, da dort noch nie ein Gast der Bundesregierung genächtigt hat.

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