LEPPICHS WEIB - DER SPIEGEL
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Briefe

LEPPICHS WEIB
• aus DER SPIEGEL 41/1957
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

LEPPICHS WEIB

Ich habe Ihren Leppich-Artikel »Das Weib muß weg« gelesen. Meine Anerkennung für soviel Mut! Leppichs Spitzeleien in der Schule sowie der persönliche Angriff auf die Schulleiterin Dr. Lehner zeigen, welche Machtgelüste die Kirche in unserer Zeit entfaltet.

Okriftel (Main) ERNST KOLLMEIER

Pater Leppichs Ausspruch von den »großen Kanonen, die in Bonn sitzen und etwas von der Unfehlbarkeit des Papstes für ihr politisches Blindgängertum profitieren möchten«, könnte mir diesen eifernden Volksredner direkt sympathisch machen. Er hat also anscheinend außer seinem ungebärdigen Mundwerk auch noch Grips im Kopf...

Celle LIESELOTTE SÖREN

Hausfrau

Leben wir eigentlich noch im Mittelalter? Wenn Diktatorentypen vom Stil Leppichs in solcher radikalen Weise Einfluß auf die Jugend gewinnen, dann geht jede echte Erziehung zum Teufel! Der Staat - oder sogar die Kirche - sollte uns vor solchen Hinterweltelementen schützen!

Noch eine Frage: Warum geht Pater Leppich nicht selbst nach Indien?

Bremen WALTER WILLMS

Studienassessor

Als reichlich zwei Jahrzehnte hindurch fast täglich missionierender Prediger, der sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche Erfahrungen sammelte, muß ich feststellen, daß Herrn Leppich ganz einfach die primitivste Voraussetzung zum christlichen Redner fehlt. Er hat weder Liebe zum »verlorenen Schaf« noch menschlichen Takt. Er hat weder Geduld noch Überzeugungsgabe. Verwunderlich ist nur, daß seine Ordensoberen ihm anscheinend nicht zwecks Erziehung zum Geistlichen zeitweilig Exerzitien und Redeverbot für solchen Scharlatanismus auferlegen.

Pater Leppich stellt sich übrigens nie, verschwindet stets und hinterläßt - ein Häuflein Asche ohne Resonanz, abgesehen von anhimmelnden Kerzenweiblein und sich unverstanden fühlender Weiblichkeit!

Wien DR. E.v. WELLKAMPF

Worin unterscheidet sich Herr Pater Leppich eigentlich von Herrn Ulbricht? Beide können durch sachliche Argumente nicht überzeugen und produzieren sich als Mittelding von Demagogen und Conferenciers.

Recklinghausen JÜRGEN BAUER

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