FUSSBALL Lizenzentzug für Daum?
Wegen seines Eingeständnisses, Kokain konsumiert zu haben, droht dem nach Deutschland zurückgekehrten Fußballtrainer Christoph Daum ein Sportgerichtsverfahren. Sollte der von Bayer Leverkusen entlassene Coach, wie angekündigt, wieder als Trainer bei einem Bundesligaclub arbeiten wollen, wird der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vermutlich Anklage gegen ihn erheben. Ausschussmitglied Ralf Flügge sieht nach Daums Geständnis auf der Pressekonferenz in Köln am vergangenen Freitag genügend »Anlass, tätig zu werden«. Jeder Trainer unterwerfe sich in dem vom DFB ausgearbeiteten Musterarbeitsvertrag den Anti-Doping-Bestimmungen des Verbandes. Deshalb komme »auch der Entzug der Trainerlizenz« in Betracht. Dass die Aussage Daums, er habe Kokain nur »im privaten Bereich« konsumiert, den Beinahe-Bundestrainer entlastet, ist kaum anzunehmen. Flügge: »Trainer ist man 24 Stunden am Tag.« Auch das DFB-Präsidium kann Daum nach der Trainerordnung die Lizenz entziehen. Der neue Liga-Chef Werner Hackmann, der dem Gremium künftig angehören wird, empfiehlt dem ehemaligen Leverkusener Trainer, »weitere Perspektiven zunächst im Ausland zu suchen«.