Lloyd Cutler
wurde im Oktober 1979 unter dem Titel »President's Counsel« oberster Rechtsberater des Präsidenten Jimmy Carter im Weißen Haus. Mit Carter wird er am 20. Januar aus dem Amt scheiden und wieder sein, was er vorher war: einer der mächtigsten Wirtschaftsanwälte der USA.
Seine Kanzlei vertritt Giganten wie Ford, IBM oder General Motors und gilt als Teil einer »unsichtbaren Regierung« von Super-Anwälten in Washington, die maßgeblichen Einfluß auf die Gesetzgebung ausüben.
Zugleich hat Cutler, 63, von jeher liberale Anliegen gefördert -etwa als Anwalt für »Common Cause«, eine Organisation, die den amerikanischen Bürger vor Übergriffen von Staat und Wirtschaft schützen soll.
Für Carter hat Cutler den amerikanischen Olympia-Boykott organisiert und war wesentlich beteiligt an den Bemühungen des Weißen Hauses, die Geiseln in Teheran freizubekommen.