Mad Max
(Nr. 45/1992, Rechtsstaat: Windelweich gegen die neue Rechte)
Wen wundert es, daß Streibl nicht gegen Fremdenhaß demonstrieren will? Gehört er doch zu denen, die bei Asyl nur noch an Mißbrauch, bei Ausländern nur noch an Kriminelle denken. *UNTERSCHRIFT: München RAINER STADLER
Max Streibl hat sich durch seine abwertenden Äußerungen zu der Großkundgebung gegen Ausländerfeindlichkeit am 8. November in Berlin endgültig selbst disqualifiziert. Nachdem er bereits mit seinen Erläuterungen zum harten Polizeieinsatz gegen Demonstranten beim diesjährigen Weltwirtschaftsgipfel in München Aufsehen erregte, meint er offenbar noch immer, daß die gesamte Bevölkerung Bayerns seine konservativreaktionäre Weltanschauung teilt. Die bayerische Bevölkerung sollte sich gut überlegen, ob ein solcher »Landesvater« Bayerns Ansehen in Deutschland und in der Welt nicht einen irreparablen Schaden zufügt. *UNTERSCHRIFT: Regensburg CHRISTIAN SCHWEIGER
Vor 70 Jahren ging von München eine Bewegung aus, an deren Ungeheuerlichkeit wir heute noch leiden. Will der jetzige bayerische Ministerpräsident in die späteren Geschichtsbücher eingehen als der »Mad Max«, der den braunen Teppich für eine neue Bewegung des Unrechts ausgelegt hat? *UNTERSCHRIFT: Beidweiler (Luxemburg) GUY WAGNER _(* Beim Weltwirtschaftsgipfel im Juli in ) _(München. )
Polizeieinsatz gegen linke Demonstranten*: Irreparabler Schaden
* Beim Weltwirtschaftsgipfel im Juli in München.