Maschine
Die Ostblockwarte des Kreml zeigten sich diszipliniert. Auf der Tagung der Donaukommission in Galatz (Rumänien) wurde die jugoslawische Delegation nicht in das Exekutiv-Sekretariat gewählt. Jugoslawien beantragte darauf, eine Wiederwahl der Sekretariatsmitglieder nach drei Jahren zu unterbinden, um so die Neubesetzung durch andere Mitgliedsstaaten zu garantieren. Auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt. »Unsere Bemühungen für gleiche Rechte auf der Donau sind von der Kominform-Wahlmaschine einfach ignoriert worden«, protestierte Radio Belgrad. Die jugoslawische Regierung weigert sich, die in Galatz gefaßten Beschlüsse anzuerkennen. Auch die Westmächte, die bereits im Vorjahr aus der Kommission ausgebootet wurden, bezeichneten die neue Donau-Verwaltung in gleichlautend scharfen Noten an die Sowjetregierung als »absolut illegal«.