Massive Amtshilfe - DER SPIEGEL
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Briefe

Massive Amtshilfe
• aus DER SPIEGEL 33/2001
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Massive Amtshilfe

Nr. 29/2001, Korruption: Die Stadt Frankfurt am Main versinkt in einem neuen Bausumpf

Dass, während ich »in Köln bei der Tagung des Deutschen Beamtenbundes redete, daheim die Staatsanwaltschaft einem neuen, kapitalen Sumpf von Korruption auf der Spur« war, ist zwar ganz witzig formuliert, leider aber nur zur Hälfte richtig: Da zum Aufgabenbereich der Frankfurter Antikorruptionsstelle nicht nur die Prävention, sondern auch die Aufklärung zählt, waren wir bereits frühzeitig in die Ermittlungen eingebunden.

Wenngleich davon so gut wie nicht gesprochen wird, darf ich darauf hinweisen, dass wir der Staatsanwaltschaft von Anfang an massive Amtshilfe bei der Aufklärung geleistet haben. Da ich die Entwicklung habe kommen sehen, habe ich in Köln sogar einige recht unverfrorene Fälle von Korruption erwähnt, die sich aktuell in Frankfurt zugetragen haben und in diesem Zusammenhang - als Aufhänger für einige grundlegende Thesen zur Korruptionsbekämpfung - die Frage thematisiert: Warum kann es in einer Stadt wie Frankfurt am Main, die seit 13 Jahren intensivste Antikorruptionsarbeit mit allen nur erdenkbaren Facetten betreibt, so etwas geben?

Im Übrigen betone ich stets, dass Korruption auch durch engmaschige Kontrollen nicht zu verhindern ist. Ich habe die Erfahrung gemacht und berichte hierüber auch in meinen Vorträgen, dass noch so ausgefeilte und ausgeklügelte Vorsorge- und Kontrollmechanismen nicht gänzlich verhindern können, dass Beschäftigte mit krimineller Energie die ihnen notwendigerweise übertragenen Befugnisse missbrauchen.

FRANKFURT AM MAIN ROLF-PETER BONZELIUS REFERAT ANTIKORRUPTIONSANGELEGENHEITEN

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