Max Schmeling
Respekt vor dem Gegner ist die Voraussetzung für den Erfolg« - das war die Maxime seines Lebens. Schmelings Fairness und Anstand, sein untadeliger Sportsgeist waren Tugenden, die Deutschland am meisten an seinem Schwergewichts-Champion bewunderte. Zwei sensationelle Kämpfe in den dreißiger Jahren besiegelten Schmelings ewigen Ruhm - ein Sieg und eine Niederlage gegen den schier unschlagbaren US-Schwergewichtler Joe Louis, den »braunen Bomber« aus Alabama, der später ein guter Freund wurde. Schon 1938, nach dem 124-Sekunden-K.o. im Revanchekampf gegen Louis, war die kurze, glorreiche Zeit der Boxkarriere des gebürtigen Uckermärkers zu Ende. Für die Nazi-Propaganda war er danach so gut wie nutzlos. Der Schmeling-Mythos, die Boxer-Legende lebten unversehrt fort. »Maxe« blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg als erfolgreicher Geschäftsmann und sozial engagierter Patriarch ein integrer, geradliniger Gentleman. 54 Jahre lang lebte er in glücklicher und skandalfreier Ehe mit der Filmschauspielerin Anny Ondra. Am 2. Februar ist Max Schmeling, 99-jährig, in seinem Haus in Hollenstedt bei Hamburg gestorben. »Er und Joe«, sagt der Schmeling-Fan Muhammad Ali, »werden jetzt im Himmel über ihre legendären Fights plaudern.«