Máxima - DER SPIEGEL
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Máxima

• aus DER SPIEGEL 17/2006
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Máxima , 34, Prinzessin der Niederlande, die gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Königin Beatrix zum ersten Mal offiziell ihr argentinisches Vaterland besuchte und von den dortigen Zeitschriften wegen ihrer eleganten Erscheinung gelobt wurde, musste sich von ihrer in Buenos Aires wirkenden Schneiderin trennen. Máximas Modelieferantin, Graciela Naum, soll die schicken Kleider, die Máxima trägt, in illegalen Nähateliers von bolivianischen Näherinnen »unter mittelalterlichen Umständen« fertigen lassen. Der Skandal kam heraus, nachdem beim Staatsbesuch der niederländischen Königsfamilie in Argentinien eine dieser illegalen Werkstätten in der argentinischen Hauptstadt abbrannte und sechs Bolivianerinnen, unter ihnen vier Kinder zwischen 12 und 15 Jahren, ums Leben kamen. Tausende Bolivianer demonstrierten für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, und der Vorsitzende der Textilgewerkschaft, Gustavo Vera, machte den Namen von Graciela Naums wichtigster Kundin, Máxima, öffentlich bekannt, weil sie von »dieser Sklavenarbeit«, so das »NRC Handelsblad«, profitiere. Máxima, zurück in Den Haag, kündigte postwendend ihre Bestellungen bei ihrer Schneiderin, »bis sich die Umstände der Arbeitnehmer gebessert haben«.

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