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Der Chef der Landesanstalt für Rundfunk in Düsseldorf, Norbert Schneider, über die Vox-Lizenz.
• aus DER SPIEGEL 49/1993
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Der Chef der Landesanstalt für Rundfunk in Düsseldorf, Norbert Schneider, über die Vox-Lizenz.

SPIEGEL: Vox,als Informationskanal zugelassen, mutiert zum Unterhaltungs-Sparfernsehen. Streichen Sie die Lizenz? Schneider: Immer noch gibt es bei Vox mehr Information als anderswo. Der Anteil am Programm liegt, wie vorgesehen, bei über 50 Prozent. SPIEGEL: Die letzten Notaktionen - 100 Entlassungen, nur noch zwei Eigenproduktionen, weniger Nachrichten - sind wohl nicht eingerechnet. Schneider: Wir werden nicht nach Pressemeldungen aktiv, sondern nach uns vorgelegten Programmschemata. Der Begriff »informationsorientiertes Vollprogramm«, ist nicht unendlich strapazierbar. Wir sind nicht dazu da, den medienpolitischen Platzhirschen hier das Geweih zu polieren. SPIEGEL: Liefert Vox den entstehenden privaten Lokal-TV-Sendern zu? Schneider: Ich kann mir viele Verbünde vorstellen. Man hätte Vox mit dem WDR zusammenbinden können, das Gesetz erlaubt es. Die Auseinanderrechnung von Kommerziellen und Öffentlich-Rechtlichen ist Prinzipienreiterei.

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