Meg Ryan,
37, Schauspielerin ("When Harry Met Sally«, »Sleepless in Seattle") und Amerikas Sweetheart, gibt sich redlich Mühe, ihr Image als süßer Engel abzustreifen. Der Grund: Der Star kapriziert sich darauf, die Schriftstellerin Sylvia Plath zu spielen, die Selbstmord beging. Dazu hatten Ryan und ihre Produktionsfirma eine Option auf ein Drehbuch über die Plath gekauft. Ted Hughes, mit der Autorin einst verheiratet, aber untersagte ihr, Plaths Gedichte im Drehbuch zu benutzen. Er fand, die Schauspielerin sei nicht ernsthaft genug. Jetzt ließ sich Hollywoods »süßester erwachsener Lollipop«, so das Magazin »Harper's Bazaar«, von ebendiesem Blatt in schwarzem Leder abbilden, eine Hand nestelt unter geöffneter Jacke an der linken Brust. Hughes kann sie damit nicht mehr beeindrucken, der starb im vergangenen Monat. Aber auch andere Kritiker wie die Hohepriesterin des Feminismus, Camille Paglia, sind resistent. Die fand Ryans Plan, Plath zu spielen, »zu schrecklich": »Diese süßliche Zuckerpuppe, die die amerikanischen Frauen um 20 Jahre zurückwarf, will eine Frau spielen, die uns wirklich vorwärtsbrachte?«