Mehmet - DER SPIEGEL
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Mehmet

• aus DER SPIEGEL 47/2001
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Mehmet, 17, in die Türkei abgeschobener Jugendlicher, könnte schon bald wieder in Deutschland sein. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte die Abschiebung des mehr als 60-mal straffällig gewordenen Teenagers vorige Woche für rechtswidrig erklärt. Die Stadt München kündigte eine Beschwerde gegen das Urteil an, doch Mehmets Anwalt hält eine »einstweilige Einreise-Erlaubnis« noch vor Weihnachten für möglich. Mehmet spart in der Türkei bereits für das Flugticket. Von der Familie in München mit bis zu 1500 Mark monatlich unterstützt, habe sich der Junge »prächtig entwickelt«, sagt Mehmets Vater Yksel Ari, 63. Nach seiner Abschiebung hatte Mehmet als Moderator für einen Istanbuler Jugendsender und in einer Schilderfabrik gearbeitet. Straffällig ist er nicht mehr geworden. »Doch er hat bis heute kein ordentliches Türkisch gelernt, jeden Abend guckt er deutsches Satellitenfernsehen«, so der Vater: »Die Heimat des Buben ist Deutschland.«

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