Meir Shalev - DER SPIEGEL
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Meir Shalev

• aus DER SPIEGEL 44/2000
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Meir Shalev, 52, israelischer Schriftsteller, wollte trotz der jüngsten Nahost-Krise nicht auf eine alte Tradition verzichten: Jedes Jahr in den Herbstferien bricht er mit seinen beiden Freunden Jakov und Eli, mit denen er im Sechstagekrieg 1967 in einer Aufklärungseinheit kämpfte, zu einer Jeep-Tour auf. »Wir testen dann immer, ob wir noch navigieren können«, so Shalev. Diesmal fuhren die Männer quer durch die Negev-Wüste. Wegen der aktuellen Lage stellten sich die Freunde jedoch eine Bedingung: Es wird nicht über Politik geredet. Denn die drei - der Schriftsteller, ein Chemieprofessor und ein Farbpigmente-Händler - sind inzwischen zutiefst gespalten in der Frage, ob angesichts der neuen Intifada ein Frieden mit den Palästinensern noch möglich ist. Auf der Tour, so Shalev, »stritten wir uns nur darüber, wo wir nachts in der Wüste schlafen und wer für das Essen zuständig ist«. Und verfolgt wurden sie lediglich von den Wächtern eines Naturschutzgebietes, die illegale Camper vertreiben.

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