MEMOIREN - DER SPIEGEL
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MEMOIREN

• aus DER SPIEGEL 13/1956
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Im Büro des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Hallstein, werden zur Zeit unter dem Eindruck der Veröffentlichung der Memoiren des verstorbenen französischen Protokollchefs Dumaine (SPIEGEL Nr. 11/ 1956) Überlegungen darüber angestellt, wie das deutsche Auswärtige Amt potentielle deutsche Memoirenschreiber der Diplomatie zu gewisser Zurückhaltung bestimmen könnte. Einer dieser potentiellen Memoirenschreiber ist Nato-Botschafter Herbert Blankenhorn, der sich schon seit seiner Amtszeit als Leiter der Politischen Abteilung nicht nur Aufzeichnungen über vertrauliche diplomatische Kamingespräche zu machen pflegt, sondern auch für seine Erinnerungen Kopien besonders grotesker diplomatischer Dokumente anfertigen läßt, wie etwa der Berichte des abberufenen deutschen Botschafters In Buenos Aires, Terdenge, der in seitenlangen Telegrammen seine Umarmungen und den Austausch anderer vertraulicher Gunstbezeigungen mit dem gestürzten argentinischen Diktator Peron beschrieben hat.

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