Michael Gambon
Michael Gambon, 61, britischer Filmschauspieler, fand bei der Suche nach Anschauungsmaterial für seine Rolle als US-Präsident Lyndon B. Johnson (1963 bis 1969) Fotos und Filme mit erstaunlichen Parallelen. Johnson, dessen Entscheidungen zur Eskalation des Vietnam-Kriegs führten und den Gambon in dem TV-Film »The Path to War« darstellt, habe sich nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus ganz auf seine texanische Ranch zurückgezogen. Nur in einem Film, kurz vor seinem Tod 1973, hielt der Ex- Präsident noch einmal in einem College eine Rede und »warf ständig Pillen ein«, so Gambon. Überdies fand der Johnson- Darsteller Fotos, auf denen der 36. US-Präsident »lange Haare hat, lange graue Haare«. Denn kaum hatte sich Johnson von der Macht verabschiedet, »ließ er sein Haar wachsen«. Gerade so wie die Anti- Vietnam-Kriegs-Demonstranten, »die am Weißen Haus standen und ihn niederbrüllten«.