Michael Glos - DER SPIEGEL
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Michael Glos

• aus DER SPIEGEL 35/2003
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Michael Glos , 58, CSU-Landesgruppenchef mit der Gabe der unbekümmerten Ausdrucksweise, gestand jetzt: »Ja, meine Frau tönt mir die Haare.« Nicht ganz fachmännisch offenbar. Am Stirnansatz hat der Schopf des unterfränkischen Müllermeisters einen Rotstich, dafür wirkt der Haarwirbel am Hinterkopf beinah blondiert, und an den Schläfen schimmert es silbern. Glos gibt sich gelassen. »Was soll ich machen, wenn ich meiner Frau so nicht mehr gefalle?«, so der Christsoziale zur Münchner »Abendzeitung«. »In ihren Händen bin ich wachsweich.« Doch Glos wäre nicht Glos, würde er nicht noch gegen einen hochrangigen Politiker sticheln, dessen schönes dunkles Haar zu Mutmaßungen verleitete, die der um seine jugendliche Haarfarbe Beneidete wiederum mit allerlei juristischen Händeln zum Schweigen brachte. Glos: »Ich war bei keinem PromiFriseur in Berlin oder München, den ich nachher als Zeugen aufführen könnte.«

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