Michael Lebron - DER SPIEGEL
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Michael Lebron

• aus DER SPIEGEL 40/1987
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Michael Lebron, 33 (Photo), New Yorker Künstler, macht derzeit wieder Gebrauch von seinem Recht, seine politische Meinung auf Werbeflächen in Washingtoner U-Bahn-Stationen kundzutun: »Wir sagen, wir sind gegen Terrorismus. In Nicaragua unterstützen wir ihn«, wettert Lebron im Untergrund mit großen Lettern neben den Zeichnungen von nicaraguanischen Kindern (Photos o.). Die Verantwortlichen der Verkehrsgesellschaft müssen dem Ein-Mann-Feldzug des Künstlers gegen Reagans Mittelamerika-Politik zähneknirschend zusehen. Vor drei Jahren hatte ein Gericht mit Hinweis auf das Recht der freien Rede die Subway-Leute gezwungen, Lebron ihre Werbeflächen zu vermieten. Damals zeigte er Reagan und Mitarbeiter, wie sie sich über Bedürftige und Minderheiten lustig machten, und fragte: »Sind Sie die Jelly-Bean-Republik auch leid?« Zuständiger Richter 1984 war Robert H. Bork - jener Kandidat Reagans für den Obersten Gerichtshof, der zur Zeit wegen seiner erzkonservativen Überzeugungen von den Demokraten bekämpft wird.

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