Mit dem Latein am Ende
(Nr. 52/1992, SPIEGEL-Titel: Männerherrschaft in der Kirche / Norbert Greinacher über Jesus und die Frauen)
Für jeden, der sich hier einigermaßen auskennt, sind die Deutungsversuche des Theologen Greinacher nur ein weiteres der unzähligen Beispiele für das Auslegungschaos im Christentum. Für die heilsüchtigen, von Gott verlassenen Frauen kann man auch Schadenfreude empfinden. *UNTERSCHRIFT: Kiel ERNST ZILIAN
Was soll das ganze Geschrei nach größerem Einfluß von Frauen in einer maroden Kirche? Sollen Priesterinnen diese reformieren und dadurch stabilisieren? Es ist ja schon bezeichnend, wenn eine exponierte Vertreterin dieser Bewegung sich eine Frau auf dem Papstthron als das Summum bonum vorstellt, statt die ganze Hierarchie samt den in 2000 Jahren angesammelten abstrusen Lehren überhaupt in Frage zu stellen. *UNTERSCHRIFT: Bonn DR. KARL-HEINZ GOLZIO
Dazu kann ich nur sagen: Ah . . .MEN! eine Kirche, die so Engelszungen reden hört, ist mit ihrem Latein noch lange nicht aMENde. *UNTERSCHRIFT: München HANS GAMBER
Ich hoffe darauf, daß der jetzt noch frauenfeindliche Vatikan in einigen Jahrzehnten nicht nur von Priesterinnen und ihren Kindern bevölkert, sondern auch von einer mütterlich-liebevollen Päpstin regiert wird. *UNTERSCHRIFT: Köln ERNST-WERNER KLEINE Pfarrer
Wie viele Lady Di''s müßte der Papst denn nach Ansicht der eheglückfixierten Heine- und Drewermanns heiraten, um _(* In der Evangelischen ) _(Diakonissenanstalt Stuttgart ) _((Maria-Eckert-Haus). ) dann wieder zölibatär leben zu dürfen wie Charles? Obwohl es nun nicht nur in Großstädten, sondern im ganzen Land mehr Singles gibt als Paare, sollen nun die in pubertärer Sexualneurose lebenden Priester durch die Ehe »erlöst« weden. Schämt euch, ihr Evangelen, die ihr euch nicht erlösen, sondern lieber scheiden (50 Prozent!) laßt oder (pfui) in emotionaler Verabschiedung nebeneinander dahinsingelt! *UNTERSCHRIFT: München DR. MED. SIEGMUND MERKEL
Schade ist, daß es immer noch einen großen Teil auch gebildeter Frauen gibt, die sich von der katholischen Kirche unterdrücken lassen. *UNTERSCHRIFT: Bad Honnef (Nrdrh.-Westf.) GEORG DOVERMANN
All die »Theologinnen«, die so wild auf Macht und Karriere sind, sollten doch konsequent sein und den Protestantismus verstärken, dessen Kirchen - unter anderem durch die Frauenordination - längst zu unverbindlichen Religionsvereinen geworden sind. Da können sie dann tabufrei Kirche bauen - auf eine mehr oder weniger kommt es doch schon nicht mehr an. *UNTERSCHRIFT: Ansbach (Bayern) UDO BORKNER
* In der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart(Maria-Eckert-Haus).