STUDIENGEBÜHREN Modell im Südwesten
Nachdem die Ministerpräsidenten der Bundesländer sich am vergangenen Donnerstag nicht auf einen Staatsvertrag einigen konnten, wird der Streit um Studiengebühren schärfer. Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Klaus von Trotha (CDU) rechnet jetzt mittelfristig mit der Einführung allgemeiner Studiengebühren, anders lasse sich die Qualität der Hochschulen nicht sichern.
Den Alleingang eines Bundeslandes schloss von Trotha aber aus. Vielmehr könnten weitere Länder das baden-württembergische Modell für Gebühren bei Langzeitstudenten übernehmen. Im Südwesten sind ab dem 13. Semester für jedes weitere Studienjahr 2000 Mark fällig. Das von den Sozialdemokraten regierte Niedersachsen peile eine ähnliche Regelung an, weitere Länder würden dem Vorbild folgen, meint der Stuttgarter Christdemokrat.