Die WDR-Reporter haben sich mit folgenden Themen beschäftigt: Bundeswehr gegen Bosnien; Stromgiganten gegen Solarenergie; Parkkrallen gegen Steuerschuldner. Außerdem im Magazin: Jahre danach - Jugendliche in Rostock und Geheimpläne der Bundesliga. *VORSPANN:
22.15 - 23.15 Uhr ZDF *ÜBERSCHRIFT:
Doppelpunkt
Du sollst Vater und Mutter ehren, auf daß es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden. Das vierte Gebot geht nicht mehr auf: Immer mehr Rentner schaukeln in der sozialen Hängematte, während immer weniger junge Arbeitnehmer für sie schuften und nicht einmal mehr genug Zeit und Kraft haben, mit Nachwuchs die eigenen Renten zu sichern. Moderatorin Susanne Herwig läßt Jung und Alt über den Generationenvertrag streiten. *VORSPANN:
22.30 - 24.00 Uhr 3Sat *ÜBERSCHRIFT:
Hiroschima - mon amour
»Ich bitte dich, verbrenne mich, entstelle mich bis zur Häßlichkeit!« Mit diesen Worten beginnt ein Liebesfilm, der in Hiroschima spielt, wohin eine Französin (Emmanuelle Riva) zu Dreharbeiten für einen Antikriegsfilm gekommen ist. Sie gibt sich einem Japaner (Eiji Okada) hin, nur einen Tag und eine Nacht, doch jene ekstatischen Stunden in der Stadt, in der 130 000 Menschen durch die Atombombe starben, rufen die Vergangenheit wieder wach: Die Frau erinnert sich an ihre verbotene Liebe zu einem deutschen Besatzer. Lakonisch erzählt Alain Resnais die Geschichte von Liebe und Leid, von gestern und heute. Alles dreht sich, alles bewegt sich, alles vermischt sich: Ein literarischer Film über die Nähe von Eros und Tod. *VORSPANN:
0.15 - 2.05 Uhr ZDF *ÜBERSCHRIFT:
Lola Montez
Wie viele Frauen haben wohl folgende Vita: Erst Tänzerin, dann Geliebte eines Bayernkönigs, schließlich amerikanisches Zirkusmonster; als I-Tüpfelchen eine Affäre mit einem berühmten Komponisten wie Franz Liszt und eine Ehe mit dem Liebhaber der eigenen Mutter. Wahrscheinlich nur eine, nämlich die Königin des Skandals, Lola Montez. Ob das alles wahr ist oder nicht, ist eigentlich egal. Schillernd war Lolas Leben in der Mitte des 19. Jahrhunderts allemal, und in Max Ophüls' Epos von 1955 ganz besonders. Farbenprächtig und chaotisch inszenierte der Saarländer seinen Film, reich gespickt mit verschachtelten Rückblenden, die sein Produzent offenbar nicht verstand und deshalb hinter Ophüls' Rücken eine 25 Minuten kürzere und chronologische Fassung anfertigen ließ.