Monster in Niger - DER SPIEGEL
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25. Oktober Monster in Niger

• aus SPIEGEL Chronik 54/2001
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Das Ur-Vieh war mit zwölf Metern so lang wie ein komfortabler Reisebus. Mächtige Schildplatten panzerten den Rumpf und die Schwanzteile, und richtig ausgewachsen zu zehn Tonnen Lebendgewicht war das Ungetüm erst nach 50 bis 60 Jahren: Ein solches Monster-Krokodil lebte vor 110 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen afrikanischen Staates Niger. Die Wissenschaft hat Kunde von der Bestie, seit 1964 französische Forscher Fossilien dieses »Sarcosuchus imperator« aufgespürt hatten. Nun berichtet der amerikanische Paläontologe Paul Sereno von einem sensationellen Fund. Er entdeckte versteinerte Skelettknochen, die erstmals genauere Einblicke in die Anatomie des Kreidezeit-Riesen ermöglichen: Der Imperator besaß ein fast zwei Meter langes Maul mit über hundert Zähnen und verschlang Fische, Schildkröten und sogar leckere Dinosaurier. Sereno: »Ein kleiner Sauropode, sechs oder neun Meter lang, wäre kein Problem gewesen.«

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