Nachlaß - DER SPIEGEL
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Nachlaß

• aus DER SPIEGEL 36/1970
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Biafras Nachlaß will niemand haben. Im März vergangenen Jahres hatte Biafra-Präsident Ojukwu, zehn Monate vor seiner Flucht, die Schweizer PR-Firma »Markpress« angewiesen, zum zweiten Jahrestag der Gründung eines selbständigen Ibo-Staates 3000 numerierte Goldmünzen-Sätze zu je fünf Münzen im Wert von 25, 10, 5, 2 und 1 Biafra-Pfund prägen zu lassen. Mit dem Verkaufserlös (Preis pro Münzen-Set: 1674 Mark) sollte ein Teil der biafranischen Kriegskosten gedeckt werden. Biafras Gold-Geld fand jedoch bei Sammlern nicht den erhofften Absatz. »Markpress«-Chef William Bernhardt konnte bisher nur »etwas mehr als die Hälfte« der Goldstücke absetzen, die auf der Vorderseite einen Adler mit Krone zeigen, auf der Rückseite dazu noch ein Löwenwappen. Biafras Führer hatten ihren Gewinn-Anteil allerdings bereits im voraus kassiert: 502 Mark pro geprägten Münzen-Satz.

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