Nackt am Busen der Natur - DER SPIEGEL
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MODERNES LEBEN Nackt am Busen der Natur

• aus DER SPIEGEL 3/1990
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Als »natürlich denkende« Menschen wollten die Anhänger der neuen Lebensform ihre »geschundenen Körper« befreien, entledigten sich hinter »astlochfreien Zäunen« ihrer Kleider und suchten nackt »am Busen der Natur« nach einem erhebenden Glückserlebnis. So entstand zu Beginn dieses Jahrhunderts die Nacktkultur-, später FKK-Bewegung, die trotz allen geheimbündlerischen Gehabes kräftig die Werbetrommel rührte und der erotischen Darstellung ein neues Feld eröffnete: der FKK-Fotografie. Von den Amateurbildern aus der Frühzeit, die oft von peinlich berührten Erben vernichtet wurden, sind nur noch wenige erhalten. Die meisten davon hat der saarländische Diplomkaufmann und Inhaber einer Gewürzmischungsfabrik Uwe Scheid, 45, in den letzten Jahren zusammengetragen. Als »stolzer Sammler« bot Scheid 96 seiner knapp 1000 FKK-Fotos dem Berliner Verlag Dirk Nishen zur Veröffentlichung an. Sie erscheinen im März unter dem Titel »Nackt unter Nackten« als Buch (96 Seiten, 36 Mark), textlich angereichert durch »die Geschichte der Nacktkultur«, die der Hamburger Journalist Ulf Erdmann Ziegler »wissenschaftlich recherchierte und feuilletonistisch aufschrieb«.

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