NATUR-KATASTROPHEN
(Nr. 7/53, Ausland)
»De Linie«, Katholisches Wochenblatt für die Niederlande, hat mit der beigefügten Zeichnung einen hervorragenden Beitrag zur Völkerverständigung geleistet. Offenbar haben die USA, Schweden, England, Italien, Frankreich, Belgien und die Schweiz bei der Behebung der durch die Katastrophe entstandenen Nöte und bei den Arbeiten zur Verhinderung künftigen Unheils kräftig mitgeholfen, Westdeutschland aber nicht. - Was sagt man in Bonn dazu?
Vielleicht bückt sich aber nur der Deutsche nach dem nächsten Sandsack und ist deshalb auf der Zeichnung nicht zu sehen!?
Hamburg
Ada Techow
Laut »Neues Deutschland« hat der Parteivorstand der KPD in Düsseldorf »der Bruderpartei in Holland und durch sie dem niederländischen Volk sein tiefempfundenes Beileid« in folgender sinniger Form ausgedrückt:
»Die Umgestaltung der Natur in der Sowjetunion und ihre Dienstbarmachung für die Menschen zeigt, daß Naturkatastrophen nicht unvermeidlich sein müssen. Eure Deiche, eure Schutzeinrichtungen gegen Natur-Katastrophen wären wirksamer gewesen, wenn nicht durch die Politik des Atlantikpaktes, deren Repräsentant Dulles jetzt Westeuropa heimsucht, das Volksvermögen für den amerikanischen Krieg verpulvert würde. Angesichts der Toten und Opfer geloben wir darum, unseren Kampf zur Verhinderung der Remilitarisierung Westdeutschlands, zur Verhinderung des amerikanischen Krieges zu verstärken.«
Berlin
Richard Meißner
Anbei übersende ich Ihnen eine Einlage der holländischen Wochenzeitung »Elseviers Weekblad« vom 14. Februar 1952. Da heißt es:
Die (Sonder-) Fahrzeuge der Rhine Squadron unterstehen britischem Kommando, sind jedoch zum großen Teil mit Deutschen bemannt.